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Termine
Evgeny Kissin, Beethoven, Rachmaninov
23.11.2017 Luzern, KKL
Beethoven, Rachmaninov
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26.11.2017 Genf, Victoria Hall
Beethoven, Rachmaninov
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Mozart, Fauré, Dvorák
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23.01.2018 Essen, Philharmonie
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26.01.2018 Wien, Musikverein
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Evgeny Kissin Biografie

"Technik und Gefühl vereinten sich auf die wunderbarste Weise in einem Recital, das einen in sprachloser Bewunderung zurückließ" The Daily Telegraph

Der russische Pianist Evgeny Kissin gehört zu den überragenden Musikern seiner Generation, von Publikum und Kritikern in der ganzen Welt bewundert für sein virtuoses und ausdrucksvolles Spiel und seine Interpretationen. Die Financial Times (London) bezeichnete ihn kürzlich als "beeindruckend intelligenten Pianisten", und die New York Times rühmte seine "meisterhafte Technik und künstlerische Ausdruckskraft". Angemessenes Lob für einen Künstler, der ständig gefragt ist bei den großen internationalen Orchestern und Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, James Levine, Riccardo Muti, Seiji Ozawa und Sir Antonio Pappano.  

Evgeny Kissin wurde im Oktober 1971 in Moskau geboren. Begabt mit ganz ungewöhnlicher Musikalität, begann er schon kurz nach seinem zweiten Geburtstag, nach dem Gehör auf dem Klavier zu spielen und zu improvisieren, und bereits vorher war er voller Begeisterung für das Instrument gewesen. Mit sechs Jahren trat er in die Moskauer Gnessin-Schule ein, ein Elite-Institut für junge Musiker. Er erhielt dort Unterricht bei Anna Pavlovna Kantor, die seine einzige Lehrerin blieb. Kissin machte so rasche Fortschritte, dass er mit zehn Jahren erstmals ein großes Werk mit Orchester aufführte: Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466. Im Jahr darauf gab er in Moskau sein erstes Recital. Sein internationaler Durchbruch erfolgte im März 1984, als er die Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 von Chopin im großen Saal des Moskauer Konservatoriums mit dem Moskauer Philharmonischen Orchester unter Leitung von Dmitri Kitayenko spielte.

Die Live-Aufnahmen von Kissins Interpretationen der Chopin-Konzerte, veröffentlicht bei Melodia, bestätigten die musikalische Reife des 12-jährigen Pianisten und machten ihn auch außerhalb der Sowjetunion bekannt. Er trat 1985 erstmals in Osteuropa auf, unternahm im Jahr darauf eine Japantournee und hatte seinen ersten Auftritt in Westeuropa 1987 im Rahmen der Berliner Festspiele. Im Sommer 1988 spielte er Herbert von Karajan vor, der ihn prompt einlud, beim kommenden Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker als Solist des Klavierkonzerts Nr. 1 von Tschaikowsky aufzutreten. Der Mitschnitt der Aufführung, den Deutsche Grammophon 1989 nur wenige Wochen nach Karajans Tod veröffentlichte, fand sofort Anerkennung als Meilenstein in der Aufnahmegeschichte des Werks.

Evgeny Kissin war im Juli 1990 erstmals bei den BBC Proms zu hören und spielte bald darauf bei seinem ersten Auftritt in Nordamerika die beiden Chopin-Konzerte mit den New Yorker Philharmonikern und Zubin Mehta. Im September 1990 eröffnete er die Jubiläumssaison der Carnegie Hall zu deren 100-jährigem Bestehen mit einem sensationellen Debüt-Recital, dessen Mitschnitt außergewöhnlich erfolgreich bei Kritikern und Publikum aufgenommen wurde. In seiner Diskografie finden sich unter anderem ein mit dem Grammy ausgezeichnetes Album mit Solowerken von Skrjabin, Medtner und Strawinsky; sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven mit dem London Symphony Orchestra und Sir Colin Davis; Prokofjews Klavierkonzerte Nr. 2 und 3 mit dem Philharmonia Orchestra und Vladimir Ashkenazy, ebenfalls mit einem Grammy ausgezeichnet; sowie Alben mit Solowerken von Brahms, Chopin und Schumann. Hinzu kommt eine Reihe bedeutender früher Aufnahmen für Deutsche Grammophon, darunter von den Kritikern gefeierte Aufführungen mit den Berliner Philharmonikern, Herbert von Karajan und Claudio Abbado. Im Juni 2017 unterzeichnete Kissin einen neuen Exklusivvertrag mit dem gelben Label. Zum Auftakt der erneuten Partnerschaft veröffentlicht DG im August 2017 ein Doppelalbum mit Live-Aufnahmen von fünf Beethoven-Sonaten und den 32 Variationen in c-Moll WoO80.

Evgeny Kissins enge Beziehung zur Carnegie Hall wurde in der Saison 2015/16 weiter gefestigt durch seine Gestaltung der fünfteiligen Konzertreihe "Perspectives" anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Hauses. Er spielte dort Solowerke, Konzerte und Kammermusik, rezitierte jiddische Dichtung und führte Stücke von weniger bekannten jüdischen Komponisten auf. Er war auch der erste Pianist seit Vladimir Horowitz 1979, der ein Recital-Programm innerhalb einer Woche in der Carnegie Hall wiederholte. Weitere Höhepunkte der jüngsten Zeit waren Recitals im Barbican Centre, Théâtre des Champs-Elysées, Wiener Musikverein und in der Berliner Philharmonie sowie die Veröffentlichung seiner Autobiografie Memoirs and Reflections im Juni 2017.

Kissin tritt diesen Sommer bei den Festspielen in Roque d’Anthéron, Verbier, Salzburg und Gstaad auf, bevor er seine Saison 2017/18 mit Aufführungen von Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 in Monte Carlo, Hamburg und Paris beginnt. Geplant sind zudem eine große Recital-Tournee durch Europa mit Beethovens "Hammerklavier-Sonate" und ausgewählten Préludes von Rachmaninow, Dvořáks Klavierquintett auf Europatournee mit dem Emerson String Quartet und in den USA weitere Kammermusik mit den Emersons sowie Solo-Recitals in Chicago, New York und Washington DC.

Zahlreiche renommierte Auszeichnungen und Preise wurden Evgeny Kissin verliehen. Er erhielt 1991 den Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana und wurde 1995 der jüngste "Instrumentalist des Jahres" von Musical America. Zwei Jahre später erhielt Kissin für seinen überragenden Beitrag zur russischen Kultur den Triumph-Preis, eine der höchsten kulturellen Auszeichnungen der Russischen Föderation, und gab als erster Pianist seit Gründung des Festivals 1895 ein Solo-Recital bei den BBC Proms. Weitere Ehrungen sind der Schostakowitsch-Preis (2003), die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music in London (2005), der Herbert von Karajan Musikpreis (2005), der Premio Arturo Benedetti Michelangeli (2007) und Ehrendoktorwürden der Manhattan School of Music (2001), University of Hong Kong (2009), Hebrew University of Jerusalem (2010) und Ben-Gurion University des Negev (2014).

7/2017