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Domenico Scarlatti Biografie

Domenico war der Sohn von Alessandro Scarlatti, einem der führenden Komponisten des 17. Jahrhunderts. Alessandro bewunderte seinen begabten Sohn, gleichzeitig tyrannisierte er ihn aber auch. Er zwang ihn, in seine Fußstapfen als Opern- und Kirchenmusikkomponist zu treten (Bereiche, in denen sich Domenico zwar auskannte, in denen er aber nicht unbedingt brillierte) und Stellungen in Venedig und Rom anzunehmen, die den jungen Mann nicht sonderlich interessierten. Erst mit über 30 Jahren verließ Domenico Italien und ging auf die iberische Halbinsel, wo er Musiklehrer der portugiesischen Infantin Maria Barbara, der späteren spanischen Königin, wurde. Maria Barbara war eine intelligente, musikalisch begabte und talentierte Cembalistin, und Scarlattis Beziehung zu ihr ist als "lebenslange musikalische Symbiose" beschrieben worden; für sie komponierte er auch die über 500 einfallsreichen, brillanten und ausdrucksvollen Klaviersonaten, die seinen Namen der Nachwelt überlieferten. Die Ausdruckspalette dieser seelenvollen und amüsanten Fantasiestücke - jedes ein kleines Meisterwerk - reicht von tiefer Melancholie bis zu feurigem Elan und von innerer Einkehr bis zu unverblümter Sinnlichkeit.