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17.03.2016

Atmosphärisches Erlebnis: Die Serie "The Originals" präsentiert legendäre Aufnahmen

Seit 1995 hat sich "The Originals" als eine der erfolgreichsten Klassik-Serien etabliert und überzeugt mit hochkarätigen Aufnahmen legendärer Künstler, die einst auf LP erschienen sind.

Claudio Abbado, Atmosphärisches Erlebnis: Die Serie The Originals präsentiert legendäre Aufnahmen The Originals

Abbado in seinem Element

"The Originals" präsentiert in dieser Ausgabe gleich zwei Aufnahmen mit Claudio Abbado. Im Sommer 1981 hat der italienische Dirigent sich in der St. Albans Cathedral im englischen Hertfordshire dem Te Deum op. 22 für drei Chöre mit Orchester und Konzertorgel von Hector Berlioz gewidmet. Gemeinsam mit dem Tenor Francisco Araiza, dem London Symphony Chorus, dem London Philharmonic Choir, den Wooburn Singers, dem St. Albans School Choir, dem The Haberdashers’ Aske’s School Choir, dem The Southend Boys’ Choir, dem Desborough School Choir, The Choir of the Forest School, The Choirboys of High Wycombe Parish Church, dem Organisten Martin Haselböck und dem European Community Youth ist eine legendäre Live-Aufnahme entstanden, die 1982 auf LP erschienen ist und nun im Rahmen von "The Originals" zu neuem Leben erweckt wird.

Zwei Jahre später, 1983, kamen Claudio Abbado und der israelische Geiger Shlomo Mintz in Chicago für ein sensationelles Konzert in der Orchestra Hall zusammen. Der damals 26 jährige Solist interpretierte die beiden Violinkonzerte von Serge Prokofieff - der Konzert-Mitschnitt erschien 1984 au LP und wurde ein Jahr später mit dem Edison Award ausgezeichnet.

Berührende Live-Atmosphäre

Auch einige kostbare Live-Mitschnitte großer Klaviersolisten erscheinen im Rahmen der neuen Ausgabe von "The Originals". Gemeinsam mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Carlo Maria Giulini hat der polnische Pianist Krystian Zimerman im November 1978 und 1979 im Music Center und im Shrine Auditorium in Los Angeles die beiden Klavierkonzerte von Frédéric Chopin aufgeführt und sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Karriere mit Anfang 20 als herausragender Interpret der virtuosen romantischen Musik erwiesen.

Vladimir Horowitz noch einmal live erleben zu können - davon träumen vermutlich viele  Liebhaber exzellenter Klaviermusik. Mit "The Originals" kann man zumindest akustisch den Eindruck bekommen, denn die rekonstruierte Veröffentlichung des preisgekrönten Live-Mitschnitts, der 1986 im Moskauer Konservatorium entstanden ist, bietet ein solch atmosphärisches Klangerlebnis, dass man meinen könnte, Vladimir Horowitz sitzt im selben Raum am Flügel und bringt die virtuosen Werke von Scarlatti, Mozart, Rachmaninoff, Scriabin, Liszt, Schubert, Chopin, Schumann zum Klingen.

Sinfonische Schlüsselmomente

Ein sinfonisches Highlight der neuen Ausgabe von "The Originals" ist die Aufnahme mit dem Titel "The first sensational american conductor", die 1983 erstmals als LP erschienen ist und den Live-Mitschnitt eines Konzertes unter der Leitung von Leonard Bernstein präsentiert, das im Sommer 1982 in der Davies Symphony Hall in San Francisco stattgefunden hat. Dank "The Originals" kann man das bunte Programm mit Aaron Coplands "Appalachian Spring", William Schumans "American Festival Overture" Samuel Barbers "Adagio for Strings", Leonard Bernsteins Ouvertüre zu "Candide", gespielt vom Los Angeles Philharmonic Orchestra unter seiner Leitung nun in bester Tonqualität noch einmal nacherleben.

Ein weiteres beeindruckendes Klangdokument ist die Aufnahme von Peter Tschaikowskis Oper "Eugen Onegin" mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von James Levine, die 1987 in der Dresdener Lukaskirche entstanden ist und unter anderem Mirella Freni als Tatyana und Anne Sofie von Otter als Olga präsentiert. Der Mitschnitt wurde  1989 mit dem Orphée d’or und 1990 mit dem Stella d’argento ausgezeichnet.