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08.11.2017

Unwiderstehlich - Das Album "Dolce Duello" von Bartoli und Gabetta gleicht einem sinnlichen Feuerwerk

Ganz unabhängig voneinander sprühen Cecilia Bartoli und Sol Gabetta vor Esprit und musikalischer Leidenschaft. Im Zusammenspiel für ihr gemeinsames Projekt "Dolce Duello" wird die geballte Wucht aus Talent und Charme zu einer überwältigenden Mischung.

Cecilia Bartoli, Unwiderstehlich - Das Album Dolce Duello von Bartoli und Gabetta gleicht einem sinnlichen Feuerwerk © Decca Cecilia Bartoli, Sol Gabetta

In den barocken Arien von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Domenico Gabrielli und Tomaso Albinoni, die Cecilia Bartoli und Sol Gabetta für ihr gemeinsames Album ausgewählt haben, stecken unendlich viele Farben und Emotionen, die die beiden Künstlerinnen mit Herzblut und einem faszinierenden Hang zur Extravaganz herauskitzeln. "Dolce Duello" transportiert in jeder Sekunde die Faszination der barocken Lebensart, sich lustvoll an den üppigen Reizen des Schönen zu erfreuen. Die Musikerinnen spornen sich dabei gegenseitig zu virtuosen Höchstleistungen an und lassen die bekannten Arien in ganz neuem Glanz erstrahlen. Ihre mitreißende Spielfreude überträgt sich im Nu und lässt das "süße Duell" zu einer köstlichen Sinnesfreude werden.

Mit "Fortuna e speranza" und "Tanto, e con sì gran piena" von Antonio Caldara und "Giusto Amor, tu che m ’accendi" von Nicola Antonio Porpora haben Sol Gabetta und Cecilia Bartoli gleich drei Weltersteinspielungen für ihr Album aufgenommen. Das Projekt der beiden Künstlerinnen strotzt vor authentischer Freude an der Musik und der wilden Begeisterung für die virtuosen Kapriolen. "Höher, schneller, weiter" - augenzwinkernd übertragen Sol Gabetta und Cecilia Bartoli das musikalische Wetteifern barocker Solisten mit Bravourarien ins Hier und Jetzt. In "Di verde ulivo" aus der Oper "Tito Manlio" von Antonio Vivaldi und "Aure, andate e baciate" von Tomaso Albinoni lässt die Cellistin den Bogen fliegen, während Cecilia Bartoli mit kunstvollen Koloraturen glänzt. In Arien wie "Aure voi, de' miei sospiri" von Domenico Gabrielli und Georg Friedrich Händels "Ode for St Cecilia's Day: What passion cannot Music raise and quell?" hingegen spinnen die Künstlerinnen lange Bögen und zelebrieren die klangliche Schönheit von Stimme und Cello. 

Begleitet werden die Solistinnen vom Ensemble "Cappella Gabetta", mit dem sich Sol Gabetta 2010 einen musikalischen Traum erfüllt hat. Im Zusammenspiel mit ihrem Bruder, dem Barockgeiger und Konzertmeister Andrés Gabetta, und einer handverlesenen Schar hoch qualifizierter Musiker, widmet sie sich seitdem intensiv der historischen Aufführungspraxis. So konnte es für das gemeinsame Projekt mit Cecilia Bartoli kein passenderes Ensemble geben, als die Capella Gabetta, die mit ihrer feinen Artikulation ihren Teil dazu beiträgt, dass "Dolce Duello" ein rundum gelungenes Album von höchster musikalischer Originalität und künstlerischer Aussagekraft ist.