Leaderboard

Schnellsuche

Newsletter

Der KlassikAkzente Newsletter gibt Ihnen jede Woche den Überlick über die ganze Welt der Klassik. hier bestellen

Empfehlungen

André Previn © Lillian Birnbaum / DG

Biografie

  • 09.02.2005
    André Previn | André Previn André Previn 09.02.2005 | Biografie André Previn

    André Previn ist eine außergewöhnliche Gestalt der internationalen Musikszene. Er ist einer der wenigen Künstler unserer Tage, der sich so gar nicht in ein gängiges Schema pressen lässt. Geboren am 6.April 1929 in Berlin unter dem Namen Andreas Ludwig Priwin und Sohn eines französischen Rechtsanwalts und Musikers, studierte er zunächst am städtischen Konservatorium und am Conservatoire de Musique in Paris Klavier. Im Jahr 1939 zog seine Familie in die USA, wo der Großvater, Charles Previn, als Musikdirektor bei den Universal Filmstudios in Hollywood arbeitete.

    Dort lebte Previn im Umkreis der sprießenden Jazzszene und boomenden Filmindustrie und schloss seine Ausbildung an der University of California bei Joseph Achron und Mario Cestelnuovo-Tedesco ab. Bereits während des Studium wagte er erste Schritte in Richtung Jazzpianist und Arrangeur von Filmmusik. Sein Auskommen fand er von zunächst von 1948 bis 1960 in Hollywood als Pianist und Dirigent bei Metro Goldwyn Meyer. Als eleganter Improvisator im West Coast-Stil nahm er erfolgreiche Alben mit eigenem Jazztrio auf und gewann 1961 seinen ersten Grammy.

    Etwa zur gleichen Zeit begann er wieder zu studieren, und schulte mit Hilfe von Pierre Monteux zum klassischen Dirigenten um. Auch hier hatte er Erfolg und gab 1963 sein Debüt als Dirigent beim Saint Louis Symphony Orchestra. 1967 wurde er der Nachfolger von John Barbirolli beim Houston Symphony Orchestra. In den folgenden Jahren leitete er Ensembles wie das London Symphony Orchestra (1969-79), das Royal Philharmonic Orchestra (Musikalischer Direktor 1985-88; Chefdirigent 1988-91) und das Los Angeles Philharmonic Orchestra (1985-89). Anfang der Neunziger fand er zurück zum Jazz, spielte mit Joe Pass, Ray Brown, Mundell Lowe oder auch der Sängerin Kiri Te Kanawa. 1993 wurde er zum Conductor Laureate des London Symphony Orchestra ernannt, drei Jahre später verlieh ihm Königin Elizabeth II den Titels "Knight of the British Empire" (Sir). Ebenfalls in den Neunzigern kam der Kontakt zwischen Previn und der Geigerin Anne-Sophie Mutter zustande. Sie gab zunächst ein Werk bei ihm in Auftrag und so entstand 1996 "Tango, Song and Dance für Violine und Klavier". Schließlich verliebten sich bei beiden ineinander, was zu einer ungewöhnlichen und zugleich musikalisch produktiven Liaison führte.

    Anfang 1998 schrieb André Previn seine erste Oper "A Streetcar Named Desire" nach einer Vorlage von Tennesee Williams. Es war ein Auftragswerk für die San Francisco Opera, die Premiere fand noch im selben Jahr statt. In der Saison 1999/2000 wurde das Auftragswerk der Wiener Philharmoniker "Diversions" uraufgeführt und auf Schallplatte festgehalten. Am 14.März 2002 wurde schließlich sein erstes Violinkonzerts mit dem Boston Symphony Orchestra unter seiner Leitung uraufgeführt. Previn hatte das Werk für Anne-Sophie Mutter geschrieben, die auch als Solistin der Premiere fungierte. Im August des Jahres heirateten die beiden in New York. Mit dem Anfang der Spielzeit 2002/3 übernahm André Previn die Leitung des Philharmonischen Orchesters Oslo. Es folgten zahlreiche Auftritte mit Anne-Sophie Mutter vor allem in Europa.

    Darüber hinaus entstanden weitere Kompositionen wie das Klavierkonzert für Vladimir Ashkenazy, eine Cello-Sonate für Yo-Yo Ma und mehrere Liederzyklen für Barbara Bonney, Janet Baker und Kathleen Battle. Noch in Arbeit befinden sich eine neue Liedersammlung für Barbara Bonney und Anthony Dean Griffey, eine Klarinetten-Sonate für Thomas Martin vom Boston Symphony Orchestra sowie eine zweite Oper. Unter den zahlreichen Preisen, die Previn erhielt, waren immerhin 13 Grammys, zuletzt für die "The Sea Hawk - Previn conducts Korngold" (2002, "Best Classical Crossover Album") und für die Einspielung seines Violinkonzerts mit Anne-Sophie Mutter (2005, "Best Classical Soloist with Orchestra"). Im Herbst 2005 wird André Previn in Toronto mit dem renommierten"Glenn Gould Preis", den die Glenn Gould Foundation alle drei Jahre verleiht, ausgezeichnet.

    6/2005

Skyscraper

Termine

Medientermine von André Previn:

Radio und TV Termine

  • 20:15 Uhr:
    25.02.2010:
    André Previn André Previn Themenabend Frédéric Chopin zum 200. Geburtstag: Ivo Pogorelich, Artur Rubinstein, André Previn, London Symphony Orchestra & The Royal Ballet,

    Themenabend Frédéric Chopin zum 200. Geburtstag: Ivo Pogorelich, Artur Rubinstein, André Previn, London Symphony Orchestra & The Royal Ballet

    ,
    Classica auf SKY 20:15