Wenn man an die Oboe denkt, darf er nicht fehlen: Albrecht Mayer. Zuhörer und Kritiker
geraten gleichermaßen ins Schwärmen: Da ist von „Götterfunken“ die Rede, von der
„wundersamen Oboe“ oder davon, dass Mayer die Oboe „zum Verführungsinstrument
erhebt“.
Er studierte bei Gerhard Scheuer, Georg Meerwein, Ingo Goritzki und Maurice Bourgue,
begann seine berufliche Laufbahn 1990 als Solo-Oboist der Bamberger Symphoniker und
wechselte 1992 in die gleiche Position zu den Berliner Philharmonikern.
Als Solist ist Albrecht Mayer international äußerst gefragt und gründete auf der Suche
nach seinem persönlichen Klangideal unlängst sein eigenes Ensemble New Seasons.
Neben den Solo-Projekten ist ihm zudem die Kammermusik sehr wichtig, zu seinen
Partnern zählen u.a. Nigel Kennedy und Hélène Grimaud, mit der er die Schumann-
Romanzen auf CD eingespielt hat. Begleitet von den Berliner Barocksolisten gab
Albrecht Mayer im November 2007 sein Debut in der New Yorker Carnegie Hall. 2008 war
er ‚Artiste Etoile’ beim Lucerne Festival.
Auf der Suche nach neuem Repertoire leiht Albrecht Mayer auch gern Werken für andere
Instrumente oder Gesang seine (Oboen-)Stimme. Ein überzeugendes Ergebnis sind die
Bach-Transkriptionen „Lieder ohne Worte“ sowie sein Album „New Seasons“ mit Händel-
Transkriptionen, die sogar den Sprung in die deutschen Pop-Charts schafften. Seine CD
„Auf Mozarts Spuren“ mit dem Mahler Chamber Orchestra und Claudio Abbado hielt sich
über Monate in den Deutschen Klassik-Charts und wurde zudem in die Bestenliste der
Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Zuletzt erschien im August 2008 das Album
„Albrecht Mayer in Venice“ bei DECCA, im Herbst 2009 wird eine neue CD mit Werken von
J. S. Bach bei DECCA erscheinen.
2004 und 2008 wurde Albrecht Mayer mit dem begehrten Echo-Klassik-Award
ausgezeichnet, im Dezember 2006 erhielt er den E.T.A.-Hoffmann-Kulturpreis seiner
Heimatstadt Bamberg.
05/2009