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27.10.2011
Hélène Grimaud

Klassische Balance und leidenschaftlicher Dialog - Hélène Grimauds Aufnahme von Mozarts Klavierkonzerten KV 459 und 488

Mozarts Klavierkonzerte gelten als Verkörperung des Klassischen Ideals. Hélène Grimaud und das Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks haben KV 459 und 488 in selten erreichter Harmonie eingespielt.

Hélène Grimaud, Klassische Balance und leidenschaftlicher Dialog © Robert Schultze/Mat Hennek / DG Hélène Grimaud 2011

“Das Schönste an dieser Aufnahme ist, dass sie nicht geplant war. Die Konzerte fanden einfach statt und waren die Geburtsstunde der Aufnahme”, so Hélène Grimaud im Gespräch über ihr neues Album. Und “Mozart” bildet gleich in doppelter Hinsicht einen Meilenstein in ihrer Karriere: Die Deutsche Grammophon veröffentlicht erstmals eine Live-Aufnahme der französischen Pianistin, und zum ersten Mal liegen uns nun CD-Einspielungen von Klavierkonzerten Mozarts mit Hélène Grimaud am Flügel und als Orchesterleiterin vor.

KV 459 und 488, zwei Werke von besonderer Anziehungskraft

Dass ihre Wahl auf Wolfgang Amadeus Mozarts Konzerte für Klavier und Orchester Nr. 19 und 23 fiel, kann kein Zufall sein. Schon Klavierlegende Maurizio Pollini hatte die beiden Klavierkonzerte mit den Köchelverzeichnis-Nummern 459 und 488 im Jahr 1976 für eine Live-Einspielung mit Karl Böhm und den Wiener Philharmonikern ausgewählt, die ebenfalls auf Deutsche Grammophon erschienen ist. Und der russische Filmregisseur Alexander Sokurov hat die himmlischen Mittelsätze beider Werke ins Zentrum seiner filmischen Meditation über das universelle Geschenk des Mozartschen Geistes in “Die Stimmen der Seele” gestellt.

Meisterwerke der Klassik

KV 459 und 488 entstammen einer der fruchtbarsten Phasen im Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts und stellen Höhepunkte in der Geschichte des Klavierkonzerts dar. Beginnend im Frühjahr 1784 komponiert Mozart im Verlauf eines ununterbrochenen, zwei Jahre währenden Schaffensprozesses ganze zwölf Klavierkonzerte eines neuen Typs. Bis dato hatten Klavierkonzerte lediglich als Show-Vehikel für virtuoses Klavierspiel vor dem Hintergrund bescheidener orchestraler Begleitung gedient. In den nun entstehenden “grand concerti” hebt Mozart die Gattung auf eine neue Entwicklungsstufe: Das gesamte Orchester - und insbesondere die Bläser - ist nun Teil eines musikalischen Gefüges, aus dem das Klavier zwar hervorsticht, jedoch nicht übermäßig dominant agiert - ein leidenschaftlicher Dialog tritt an die Stelle leerer Virtuosität. Mozart schreibt Meisterwerke klassischer Ausgewogenheit.

Überzeugendes Zusammenspiel kongenialer Partner

Zum emotionalen Gehalt der Klavierkonzerte äußert sich Hélène Grimaud enthusiastisch: “Seine Musik drückt so viel aus, die Bandbreite an menschlichen Gefühlen ist unfassbar.” Der berühmte Adagiosatz des A-Dur-Konzerts (KV 488) ist für sie “vielleicht der schönste Satz, den er je für Klavier komponiert hat, das ist für mich wirklich der echte Mozart.” Und mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks hat die Pianistin den emphatischen und ebenbürtigen Partner für das Zusammenspiel gefunden, mit dem sie diese Meisterwerke im Konzert so überzeugend umsetzen konnte. Hélène Grimaud war so inspiriert von dem Ergebnis, dass sie einer Veröffentlichung auf Deutsche Grammophon ohne Zögern zustimmte. Als besondere Beigabe enthält “Mozart” die von Mojca Erdmann gesungene Konzertarie “Ch’io mi scordi di te”, mit der der Komponist seine Zuneigung für die Sopranistin Nancy Storace bekundete.